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"Abgesagt - Angesagt"                                                         (Bild: Gesegnete Asche)

„Abgesagt“ ist Allerorten zu lesen; das öffentliche Leben wurde ganz zurückgefahren; die einzige Möglichkeit, die Epidemie einzuschränken. „Angesagt“ sind aber jetzt besondere Rücksichtnahme, Zusammenhalt und Verständnis füreinander; aber auch ein grundsätzliches Nachdenken über das eigene und gesellschaftliche Leben, ob wir einfach so weiter leben und weiter machen wollen wie bisher, wenn die Krise überwunden ist. Denn die Maßnahmen gegen das Corona-Virus haben uns eine Fastenzeit beschert, die so keiner von uns wollte! Beim Fasten üben wir bewusst „Verzicht“ in der alltäglich gängigen Selbstverwirklichung, um unsere Abhängigkeiten, Süchte und Sehnsüchte, unsere Denk- und Handlungsmuster zu erkennen, zu durchschauen, um dann willentlich  Änderungen vorzunehmen, die uns zu einer besseren Qualität an Menschsein führen und vor allem, die Frage nach dem letzten Sinn des Lebens, die Frage nach Gott – die Lebendigkeit der Beziehung zu ihm – neu zu stellen. Die spirituelle Frage gehört grundsätzlich zum menschlichen Leben und daher auch zum gesellschaftlichen; da die Gesellschaft aus Menschen besteht. Sie gibt immer die Grundkoordinaten für unser Denken und Handeln – ob uns dies bewusst ist oder nicht. Ich hoffe und bete dafür, dass wir alle die Epidemie gut bestehen; und danach nicht einfach zum alten Lebensstil zurückkehren, sondern auch hier Maßnahmen treffen, die uns Gott, dem Mitmenschen, uns selbst im Einklang mit der Schöpfung Gottes nahebringen und zu einem gesunden und besonnenen Lebensstils führen! Das Gebet von Johannes Hartl kann uns dabei eine Hilfe sein: Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden. Bitte tröste jene, die jetzt trauern. Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie. Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit. Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind. Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht. Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten. Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit. Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann. Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit. Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist. Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können. Dass Du allein ewig bist. Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt. Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen. Wir vertrauen Dir.Danke.

Gruß und Segen!                              Pfr.i.R. Manfred Alt                   www.quellzeit.de

  
 


                 Wegen der aktuellen Lage sind auch beim Glaubensforum alle Termine ausgesetzt!


 

Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Thomas Schimmel zum Thema: "Der Urknall und die Gottesfrage!" am Fr. 08. November 2019 um 19.00 Uhr

Siehe auch weitere Hinweise unter der Rubrik: Glaubensforum/Glaube im Gespräch